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Über Impact Investing

Impact Investments sind Investitionen in das Eigen- oder Fremdkapital von Unternehmen, die zu einem wesentlichen Teil soziale Zielsetzungen verfolgen. Durch solche Investitionen sollen nicht nur reine Gewinnerzielungsabsichten bedient sondern auch ein gesellschaftlicher Mehrwert erzielt werden. Impact Investments können sowohl in Profit-orientierte Unternehmen, die sich auch einer sozialen Zielsetzung verpflichten, als auch in gemeinnützige (Non-Profit) Unternehmen getätigt werden. Bei gemeinnützigen Unternehmen stellt sich eine Fremdkapitalinvestition als finanziell attraktiver dar, da gemeinnützige Gesellschaften keine Gewinne ausschütten dürfen und Investitionen ins Eigenkapital somit praktisch keine Rendite mit sich bringen.

Impact Investing = Socially Responsible Investing?

Impact Investing wird häufig als Unterkategorie von Socially Responsible Investing gesehen, doch versteht man unter Socially Responsible Investments (SRIs) in der Regel ausschließlich Eigenkapitalinvestitionen, vor allem in börsennotierte Unternehmen. Impact Investments werden hingegen gerade in Deutschland häufig in einzelne, noch kleine Unternehmen getätigt und können sowohl ins Eigen- als auch ins Fremdkapital fließen. Zudem steht bei Impact Investments das gemeinsame Ziel einen gesellschaftlichen Mehrwert zu schaffen stärker im Vordergrund.

Impact Investing und Mission Investing

Impact Investing und Mission Investing sind übrigens fast dasselbe, nur dass man von Mission Investing spricht, wenn bspw. eine Stiftung im Einklang mit ihrem Stiftungszweck (der ‚Mission‘) investiert. Da gemeinnützige Stiftung als Zweck immer einen gesellschaftlichen Mehrwert haben, ist die Zielsetzung hier genau wie beim Impact Investing einen positiven Einfluss zu erwirken.

Steigende Bedeutung in Deutschland und Herausforderungen

Während Impact Investing im angelsächsischen Raum schon beinahe Mainstream ist, finden in Deutschland bisher kaum Impact Investments statt. Der Markt befindet sich in einer sehr frühen Phase und stellt sich derzeit noch als äußerst intransparent dar. Laut Privatbanken und Family Offices steigt die Nachfrage vor allem von Unternehmern und Unternehmerfamilien nach dieser Möglichkeit mit seinem Vermögen einen sozialen Mehrwert zu schaffen. Die Family Offices, Banken und Vermögensverwalter finden bisher jedoch kaum Zugang zum Markt, da es nur wenige Vermittlungsagenturen gibt, der Markt wie erwähnt sehr intransparent ist und die Investmentvolumina eher gering sind, so dass es sich finanziell kaum lohnt sich hier als Experte zu positionieren. Ein Family Office aus Hamburg, das sich ausgiebiger mit dem Thema beschäftigte, sagte mir zudem kürzlich, dass eine große Herausforderung darin zu bestehe, sozial-orientierte Business Modelle zu finden, die skalierbar sind und eine gute Aussicht auf wirtschaftliche Nachhaltigkeit mitbringen.
So scheint sich in Deutschland ein Henne-Ei-Problem aufzutun. Interessierte Investoren klagen häufig, es gebe schlichtweg nicht genug gute Sozialunternehmen, in die es Sinn machen würde zu investieren, während die Social Entrepreneurs bedauern, dass sie keine Investoren finden. Im Endeffekt wird es wohl darauf ankommen, dass einzelne Investoren dem Markt einen Schub geben, indem sie ins Risiko gehen und mit einzelnen Investments zeigen, welches Potenzial sie mit ihren Investitionen heben konnten.

In diesem Sinne, seien Sie Pionier!
Ihr Benjamin Vahle