Spendenstand: 93.000 Euro – Warum diese Zahl ein Grund zum Feiern ist

Von Benedikt Bentler am 22. August 2013 | 15:08



Das Erreichen eines weiteren Meilensteins in der Geschichte von boost ist der perfekte Anlass für den Start unseres Blogs. 93.000 Euro: Mit diesem Spendenstand haben wir eine magische Zahl erreicht. Denn 93.000 Euro war die Summe des Gründungskapitals für boost, die Summe, die wir bestmöglich für den guten Zweck einsetzen wollten. Wir hätten es spenden können – bis zu diesem Zeitpunkt wäre die Spende ebenso sinnvoll gewesen. Aber jeder weitere Euro, der in den Spendentopf fließt, ist der Beweis dafür, dass sich Unternehmertum auch im Sinne der Gemeinnützigkeit lohnen kann.

Natürlich möchten wir uns nicht nur auf die eigene Schulter klopfen - wir möchten DANKE sagen. Danke euch treuen boost-Nutzern, ohne die es niemals möglich gewesen wäre, dieses Projekt ins Rollen zu bringen. Über 7.000 Nutzer, die dazu beigetragen haben, dass gemeinnützige Organisationen in Deutschland ihre Projekte dank neuer Einnahmequelle schneller voran bringen können.

boost und das Agenturgeschäft

Gemeinsam haben wir bewiesen, dass es sich lohnt in soziale Projekte zu investieren. In den vergangenen 1,5 Jahren hatten wir viele Gespräche mit potenziellen Investoren. Für gewinnorientierte Risikokapitalgeber waren wir nie interessant, denn als gemeinnützige GmbH steht für uns der gesellschaftliche Mehrwert im Vordergrund: wir können keine Gewinne ausschütten und gleichzeitig ist es unmöglich Anteile am Unternehmen später mit großer Wertsteigerung wieder zu veräußern. Investoren, die am sozialen Mehrwert interessiert sind, sind aber oftmals sehr risikoscheu. Mehr als einmal haben wir gehört: "Beweist erst einmal, dass sich eine Investition in soziale Unternehmungen lohnen kann! Beweist erst einmal, dass der Output des guten Zwecks den finanziellen Input übersteigt!" Natürlich ist das nachvollziehbar: Wer keine hohe Rendite zu erwarten hat, möchte sein Geld wenigstens sicher angelegt wissen.

Doch damit beißt sich der Hund in den eigenen Schwanz: Wie sollte es uns gelingen, ohne Geld ein funktionierendes Unternehmen aufzubauen? Wir fanden eine Lösung: Unser fähiges Entwicklerteam arbeitet in Teilzeit an anderen Projekten, funktioniert dabei wie eine Agentur. So konnten wir uns über die letzten Monate querfinanzieren, waren unabhängig von Geldgebern, kamen dafür natürlich mit der eigenen Entwicklung etwas langsamer voran als geplant. Doch jetzt ist die Freude umso größer. Zusammen haben wir der Welt und potenziellen Investoren gezeigt, dass sich soziales Unternehmertum lohnen kann. Auf ins nächste Kapitel!
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